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VIT-Journal arbeitet an Hilfsplattform

Mit Hochdruck arbeitet ein Team des VIT-Journal an einer Plattform, auf der Hilfen für Senioren oder Erkrankte organisiert werden können. Wer den älteren Herrschaften Einkäufe abnehmen, Fahrten für sie erledigen oder anderweitig Hilfe anbieten kann hat in Kürze die Möglichkeit sich an der Facebook-Gruppe „Corona-Hilfe: Du bist nicht allein“ anzumelden. Die Plattform ist zunächst für den Altlandkreis Viechtach konzipiert, kann sich aber auch darüber hinaus entwickeln, wenn sich entsprechend Administratoren bereit erklären. Die Dienstleistung soll für Helfer und Hilfesuchende kostenlos sein – in Kürze dazu mehr.

Wäre Impotenz eine gerechte Strafe?

2. Zwischenruf

Ich würde heuer noch ganz gern 65 Jahre alt werden. Vor zwei Jahren habe ich eine Lungenentzündung überstanden, ich leide seit 14 Jahren an einer Herzschwäche, die Transaktionsleistung (Pumpleistung) meines Herzens liegt unter 20 % und ich habe Diabetes. Keine sonderlich guten Voraussetzungen, wenn das Coronavirus ante portas steht. Bisher war ich der Meinung, dass ich das alles schultern könnte, erstmals wird mir das Heft des Handelns aus der Hand genommen. Ich bin Realist genug um einzuschätzen wie das im Ernstfall ausgehen wird. Dass ich mich dennoch am Tag stundenweise mit dem Thema beschäftige? Weil ich wissen will, wo der Feind steht, wie er zuschlägt und was wir unternehmen müssen, um dem Unausweichlichem vielleicht dennoch entkommen zu können.

Wie heißt es so schön? Die Hoffnung stirbt zuletzt. Und so hoffe ich, dass wir es in Deutschland schaffen, die Ansteckungskurve so zu verflachen, dass auch alle schwer erkrankten Patienten die bestmögliche Behandlung erfahren. Beispiele gibt es, die Mut machen. Frankreich ist so eines. Macron war uns in der Umsetzung drastischer Maßnahmen immer ein paar Tage voraus. Er schloss eine Woche früher die Schulen, war beim Zusperren der Geschäfte schneller und haderte auch nicht mit dem Ausrufen des Ausnahmezustandes – der Lohn? Frankreich hat (Stand 19.3. um 22 Uhr) um ein Drittel weniger Infizierte als Deutschland. Vor einigen Tagen betrug der Unterschied gerade einmal 14 Prozent – und der Abstand wird größer. Während hierzulande die Zahl der Erkrankten von Tag zu Tag um 31 Prozent* zunimmt und sich so jeden dritten Tag verdoppelt ist die Zunahme in Frankreich mit 27 Prozent* signifikant geringer. Verändern sich diese Zahlen innerhalb einer Woche nicht, hat Frankreich in einer Woche rund 58.600 Infizierte (11.000**), Deutschland dagegen 101.300 Infizierte (15.300**).
Soll heißen, es lohnt sich, soziale Kontakte zu meiden. Das sei noch einmal all jenen ins Stammbuch geschrieben, die sich weiterhin in Gruppen treffen, Corona-Partys feiern oder anderweitige Saufgelage abhalten müssen. Schade nur, gerade die werden es nicht lesen, weil es dazu einer Grundintelligenz bedarf, die ich diesen Menschen einfach abspreche. Es sind diejenigen, die in Filmen wie „Walking Dead“ auf der anderen Seite der Zäune dahinvegetieren nur ihr eigenes Vergnügen als Maßstab ihres Handels sehen. Wenn ich mich auf diese Gruppe der Rücksichtslosen so extrem einschieße, dann hat das vielleicht auch damit zu tun, dass ich mich selbst - aber auch viele in meinem Alter - durch diese Dumpfbacken gefährdet sehe. Das macht mich wütend, weil ich zum ersten Mal in meinem Leben eine Situation nicht selbst im Griff habe, weil uns andere gefährden, ohne dass wir dagegen etwas tun können.
Gäbe es die Feen, die Wünsche erfüllen, wäre der meine, dass sich all jene Unvernünftigen anstecken, schnell gesund werden aber als Spätfolge an Impotenz leiden sollten. Dann hätte die Gesellschaft der Zukunft wenigsten die Chance von vielen, vielen Dumpfbacken befreit zu sein, weil der Ausbreitung der Dummheit damit Grenzen gesetzt wären.


Wolfgang Lichtenegger
Herausgeber des VIT-Journals

*Quelle: Die Zahlen stammen aus Untersuchungen der John Hopkins Univerity in Baltimoore, USA. Die Forscher sammeln weltweit die Daten zum Corona-Virus und werten die Entwicklungen aus.
** die Angaben in Klammern betreffenden Stand vom 19.3.2020 um 22:00Uhr.

Nepper, Schlepper, Bauernfänger

Kaum greifen die ersten Maßnahmen, kaum sind deren Auswirkungen erkennbar, schon versuchen kriminelle Elemente daraus ihren Vorteil zu ziehen. Gefälschte Info-Karten, die den Seiten der Hopkins-Universität ähneln installieren Schadsoftware auf Rechner, falsche Spendenaufrufe ergaunern Gelder von hilfsbereiten Menschen.

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